Demontage und Recycling einer alten Photovoltaikanlage durch Soleno im Raum Regensburg

PV-Entsorgung & Repowering — Regensburg & Umgebung

Fachgerechte Demontage, Recycling-Logistik nach ElektroG und Doku für Versicherung — inkl. Refurbishing-Prüfung für noch verkaufbare Module.

Eine PV-Anlage hält 25-30 Jahre — irgendwann steht trotzdem die Frage: Repowering oder Entsorgung? Wir nehmen Ihnen beides ab: Demontage durch Elektrofachbetrieb, gesetzeskonformes Recycling nach ElektroG, Marktstammdatenregister-Abmeldung und vollständige Doku für Versicherung und Steuerberater. Refurbishbare Module rechnen wir gegen die Demontagekosten — oft bleibt für Sie unterm Strich keine Zuzahlung.

Was sagt das Gesetz?

Seit Oktober 2015 fallen Photovoltaikmodule in Deutschland unter das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) — die nationale Umsetzung der EU-WEEE-Richtlinie 2012/19/EU. Das hat drei Konsequenzen für Anlagenbetreiber:

  • Rücknahmepflicht: Hersteller müssen Altmodule kostenlos zurücknehmen — das ist bereits über die Stiftung EAR und das Lizenzsystem PV Cycle organisiert. Sie als Privathaushalt zahlen für das Recycling der Module nichts.
  • Verwertungsquoten: Mindestens 80 % der Modulmasse muss verwertet, mindestens 70 % stofflich recycelt werden. In der Praxis erreichen moderne Anlagen 85-95 % Recyclingquote.
  • Restmüll-Verbot: PV-Module dürfen weder im Hausmüll noch im Bauschutt entsorgt werden. Bußgelder gehen je nach Bundesland bis 100.000 € — und bei gewerblichen Anlagen zusätzlich Reputationsrisiko.

Bei gewerblichen B2B-Anlagen gilt eine eigene Logik: hier ist der Hersteller anteilig zur Rücknahme verpflichtet, der konkrete Vertrag entscheidet über Restkosten. Wir prüfen das vorab und holen, wenn sinnvoll, ein Hersteller-Rücknahme-Angebot zum Vergleich ein.

Wie lange hält eine PV-Anlage wirklich?

Module

Hersteller-Leistungsgarantie 25-30 Jahre auf 80-87 % der Nennleistung. Technische Lebensdauer oft 30-40 Jahre. Degradation: 0,3-0,7 % pro Jahr. Hauptdefekte: Mikrorisse durch Hagel, Hotspots, EVA-Vergilbung, defekte Bypass-Dioden.

Wechselrichter

10-15 Jahre Lebensdauer. Wird typischerweise einmal im Anlagenleben getauscht — kein Entsorgungs-, sondern ein Wartungsfall. Moderne Wechselrichter erreichen 98 % Wirkungsgrad und ersparen oft die komplette Anlagenerneuerung.

Speicher / Batterie

Lithium-Ionen-Akkus halten 10-15 Jahre oder ca. 6.000-10.000 Vollzyklen. Werden separat nach Batteriegesetz (BattG) entsorgt — wir übernehmen auch das.

Verkabelung & Befestigung

Aluminium-Schienen und MC4-Stecker halten 30+ Jahre ohne nennenswerte Alterung. Bei Repowering meist wiederverwendbar, was Material- und Montagekosten für die Neuanlage spart.

Was passiert mit alten Modulen?

Wir folgen dem Prinzip Reuse vor Recycling:

  1. Refurbishing-Prüfung. Module mit ≥ 80 % Restleistung und unbeschädigtem Glas gehen auf den Gebrauchtmarkt. Erlöse: 30-80 € pro Modul. Käufer sind oft DIY-Anlagenbauer, Schrebergärten, Entwicklungsprojekte.
  2. Stoffliches Recycling. Defekte Module werden zerlegt — Glas (ca. 18 kg pro Modul, 60-70 % der Modulmasse) wird eingeschmolzen, Aluminium-Rahmen (ca. 2,5 kg) gehen in den Sekundärkreislauf, Silizium-Wafer werden chemisch aufbereitet, Silber und Kupfer aus den Kontakten zurückgewonnen.
  3. Sondertransport bei CdTe-Modulen. Cadmium-Tellurid-Dünnschicht-Module (häufig in alten First-Solar-Anlagen) gelten als gefährlicher Abfall — sie werden über zertifizierte Sondertransporte abgegeben. Wir erkennen den Modultyp bei der Bestandsaufnahme.

Aktuelle Recyclingquote in Deutschland: ca. 85 %. Ziel der EU-Vorgaben: 80 % stoffliche Verwertung — dieses Ziel wird seit Jahren deutlich übertroffen.

So läuft es ab

In 6 Schritten — vom Vor-Ort-Termin bis zum Recycling-Nachweis.

Bestandsaufnahme

Wir prüfen Modultyp (kristallines Silizium oder Cadmium-Tellurid), Baujahr und Restleistung — Grundlage für Refurbishing-Entscheidung und Recycling-Logistik.

Demontage

Sicherer Abbau durch eingetragenen Elektrofachbetrieb mit Trennung vom Netz, Wechselrichter-Außerbetriebnahme und Schutzleiter-Prüfung. Vorsichtig genug, dass refurbishbare Module unbeschädigt bleiben.

Sortierung

Module mit ≥ 80 % Restleistung gehen in den Refurbisher-Markt (Erlös wird gegengerechnet). Defekte / verbrauchte Module zum Recycling. Wechselrichter und Verkabelung separat verwertet.

Recycling-Logistik

Übergabe an zertifizierten WEEE-Recycler (PV Cycle, Reiling, Saperatec). Sie bekommen den Entsorgungsnachweis nach ElektroG mit eindeutiger Mengenangabe.

Marktstammdaten-Abmeldung

Wir melden Ihre Anlage offiziell beim Marktstammdatenregister ab und informieren den Netzbetreiber — wichtig, damit keine fiktiven Einspeisemengen mehr hochgerechnet werden.

Doku-Paket

Sie erhalten Demontageprotokoll, Entsorgungsnachweis nach ElektroG, Refurbishing-Aufstellung und Abmeldebestätigung — alles, was Versicherung und Steuerberater brauchen.

Was kostet's?

PositionKosten / ErlösHinweis
Recycling der Module (Privat) 0 € Hersteller-Pflicht nach ElektroG
Demontage 5-7 kWp Anlage 200-400 € Standard-Schrägdach, Erdgeschoss-Zugang
Demontage 8-15 kWp Anlage 350-600 € Größere Anlagen, anspruchsvoller Dachzugang
Refurbishing-Erlös (pro Modul) +30 bis +80 € Wenn ≥ 80 % Restleistung, Glas unbeschädigt
Marktstammdaten-Abmeldung 0 € Im Demontage-Paket enthalten
Doku-Paket (Demontage + Recycling + Abmeldung) 0 € Im Demontage-Paket enthalten

Beispielrechnung: Eine 5 kWp-Anlage mit 18 Modulen, davon 12 noch refurbishbar: Demontage 350 € − Refurbishing-Erlös 12 × 50 € = 600 €. Unterm Strich bekommen Sie 250 € — die Entsorgung wird zur Einnahme.

Häufige Fragen zur PV-Entsorgung

Alles Wichtige auf einen Blick.

Darf ich alte PV-Module einfach in den Restmüll?
Nein, das ist seit Oktober 2015 in Deutschland verboten. PV-Module fallen unter das ElektroG (Elektro- und Elektronikgerätegesetz). Privatpersonen können sie kostenlos am kommunalen Wertstoffhof oder über Hersteller-Rücknahmestellen abgeben. Bei größeren Mengen ist die Abgabe über einen zertifizierten Entsorger Pflicht — sonst drohen Bußgelder bis 100.000 €.
Was kostet die Demontage einer PV-Anlage?
Das Recycling der Module selbst ist für Privathaushalte kostenfrei (Hersteller-Rücknahmepflicht nach ElektroG, finanziert über die Stiftung EAR). Die fachgerechte Demontage durch einen Elektrofachbetrieb kostet im Raum Regensburg typischerweise 200-600 €, abhängig von Anlagengröße, Dachzugang und Zustand. Bei refurbishbaren Modulen rechnen wir den Wiederverkaufs-Erlös (30-80 € pro Modul) gegen die Demontagekosten — oft bleibt für Sie unterm Strich eine schwarze Null oder ein kleines Plus.
Wie lange hält eine PV-Anlage eigentlich?
Die Hersteller-Leistungsgarantie liegt typisch bei 25-30 Jahren auf 80-87 % der Nennleistung. Die technische Lebensdauer geht oft darüber hinaus — gut gepflegte Module aus den späten 1990ern liefern auch heute noch 70-75 % ihrer ursprünglichen Leistung. Die Degradation beträgt etwa 0,3-0,7 % pro Jahr. Der Wechselrichter ist meist die Schwachstelle: er hält 10-15 Jahre und wird typischerweise einmal im Anlagenleben getauscht — das ist kein Entsorgungs-, sondern ein Wartungsfall.
Wann lohnt sich Repowering statt Reparatur?
Faustregel: Wenn Ihre Anlage älter als 20 Jahre ist, weniger als 5 kWp leistet und der Wechselrichter ohnehin getauscht werden müsste — dann ist Repowering meist die wirtschaftlichere Option. Moderne Module liefern auf gleicher Fläche etwa die doppelte Leistung. Wir rechnen das im Erstgespräch durch: Sie sehen Demontage-Kosten, Refurbishing-Erlös und Investition für die neue Anlage gegenübergestellt — keine Bauchentscheidung.
Sind PV-Module Sondermüll oder gefährlicher Abfall?
Kristalline Silizium-Module — die Standardbauweise — sind weder Sondermüll noch gefährlicher Abfall. Sie werden zu rund 95 % recycelt: Glas (60-70 % der Modulmasse), Aluminium-Rahmen, Silizium-Wafer, Silber, Kupfer. Anders bei Cadmium-Tellurid-Dünnschicht-Modulen (CdTe, häufig in älteren First-Solar-Anlagen): Die enthalten Cadmium und gelten als gefährlicher Abfall — sie müssen über zertifizierte Sondertransporte abgegeben werden. Wir prüfen den Modultyp bei der Bestandsaufnahme.
Was passiert mit der Anlage nach der Demontage?
Refurbishing first: Module mit ≥ 80 % Restleistung gehen auf den Gebrauchtmarkt — sie sind beliebt für Garagen, Schrebergärten und entwicklungspolitische Projekte. Module unter 80 % Restleistung oder mit Glasbruch gehen ins stoffliche Recycling. Recycling-Quote in Deutschland liegt aktuell bei ca. 85 % — pro Modul werden etwa 18 kg Glas, 2,5 kg Aluminium und kleinere Mengen Silizium, Silber und Kupfer zurückgewonnen.
Kann ich meine PV-Anlage auch selbst abbauen?
Theoretisch ja — praktisch raten wir dringend ab. Drei Gründe: (1) Der Wechselrichter steht unter Spannung, falscher Abbau ist lebensgefährlich. (2) Ohne Demontageprotokoll vom Elektrofachbetrieb akzeptieren viele Versicherer keinen Schadensanspruch, wenn doch was passiert. (3) Module gehen beim unsachgemäßen Abbau oft kaputt — und damit verlieren Sie den Refurbishing-Erlös, der Ihre Demontagekosten gegenrechnen würde.
Was kostet die Entsorgung im Vergleich zu einer neuen Anlage?
Demontage einer typischen 5 kWp-Privatanlage: 250-450 €. Refurbishing-Erlös aus 15-20 alten Modulen (wenn noch verkaufbar): 450-1.200 €. Eine neue 10 kWp-Anlage kostet schlüsselfertig zwischen 18.000 und 25.000 €. Das heißt: die Entsorgung der alten Anlage ist im Verhältnis zur Neuinvestition vernachlässigbar — und kann sogar einen kleinen Beitrag zur Finanzierung der neuen Anlage leisten.

Anlage am Ende — was nun?

Kostenloses Erstgespräch: Wir bewerten Bestand, rechnen Refurbishing gegen Demontage und zeigen Ihnen ehrlich, ob sich Repowering oder vollständige Entsorgung lohnt.